Blogartikel · Buchpremiere · Speyer

Am 1. Juli 2026 war es endlich so weit: Ich durfte die ersten vorbestellten Exemplare meines Buches „Schicksal für immer? Raus aus der Ohnmacht! Ab jetzt unverletzbar glücklich.“ verschicken.

Ich saß zu Hause, signierte ein Buch nach dem anderen und verpackte jedes einzelne in seinem rosa Karton. In diesem Moment wurde mir bewusst: Eine Geschichte, die so lange nur ein Teil meines eigenen Lebens gewesen war, machte sich nun auf den Weg zu anderen Menschen.

Es war der Beginn vieler besonderer Augenblicke, die seitdem wie kleine Sternschnuppen in mein Leben fallen.

Eine Buchpremiere im engsten Kreis

Am 5. Juli feierten wir die Buchpremiere mit 41  Menschen aus unserem engsten Kreis.

Es war ein sehr persönlicher Nachmittag. Denn dieses Buch erzählt nicht nur von einem Schicksalsschlag. Es erzählt von unserer Familie, von Ohnmacht und Angst, aber auch von Liebe, Hoffnung und der Kraft, selbst in schwersten Zeiten weiterzugehen.

Einer der bewegendsten Momente entstand während des Auftritts von Elena. Sie kann nicht sehen und berührte uns mit ihrem Klavierspiel und einer Stimme voller Sehnsucht.

Während Elena sang, lehnte sich Sarina an ihren Vater. Jochen nahm sie danach in den Arm, als Sarina mit den Tränen kämpfte. Und hielt sie ganz still.

Ich selbst habe diesen Moment während der Premiere gar nicht bewusst wahrgenommen. Erst später entdeckte ich ihn auf den Videoaufnahmen. Vielleicht hat er mich gerade deshalb so tief berührt: Es war ein stiller Augenblick zwischen Vater und Tochter, der keine Worte brauchte.

Ein Augenblick voller Nähe, Geborgenheit und Liebe.

„Hier ist ein Stück von mir“

Bei der Premiere baten einige Gäste nicht nur mich, sondern auch Sarina darum, ihr Buch zu signieren.

Sarina schrieb:

„Hier ist ein Stück von mir.
LG Sarina.“

Ich fand diese Worte zauberhaft. Und gleichzeitig so wahr. Und so Sarina. 

Denn auch wenn ich dieses Buch geschrieben habe, steckt darin nicht nur meine Geschichte. Es ist ebenso ein Stück von Sarina, von Jochen und von unserem gemeinsamen Leben als Familie.

Sarina kam 1990 mit nur 881 Gramm zur Welt. Von einem Moment auf den anderen war nichts mehr so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Unser Leben führte uns über Wege, die wir nicht gewählt hatten und auf die uns niemand hätte vorbereiten können.

„Hier ist ein Stück von mir“ bringt deshalb auf eine ganz einfache Weise zum Ausdruck, was dieses Buch wirklich ist: eine Geschichte, die aus mehreren Leben entstanden ist.

Die erste Lesung im SUX Speyer 

Bereits einen Tag später, am 6. Juli, fand meine erste öffentliche Lesung in unserem Lieblingsrestaurant SUX in Speyer statt. 

Ursprünglich waren 50 Plätze vorgesehen. Am Ende kamen mehr als 70 Menschen.

Noch heute erfüllt mich dieser Gedanke mit Staunen und Dankbarkeit. So viele Menschen waren bereit, sich auf unsere Geschichte einzulassen. Auf unsere Träume und Sehnsüchte, aber auch auf unsere Ängste, Verletzungen und die Momente, in denen wir nicht wussten, wie es weitergehen sollte.

Nach der Lesung erreichten mich viele persönliche Nachrichten. Eine Besucherin schrieb mir:

„Du hast uns Einblick gegeben in deine Träume, Sehnsüchte und auch Ängste. Du hast mit Mut, Kraft, Zuversicht und Selbstvertrauen dein Glück erkämpft.“

Eine andere Leserin erzählte mir, dass sie das Buch noch in derselben Nacht in einem Rutsch gelesen habe:

„Einfach ergreifend und emotional.“

Auch in meinem Gästebuch finden sich Worte, die mich sehr bewegt haben. Menschen schrieben von einem intimen und emotionalen Einblick in einen wichtigen Teil meines Lebens. Sie beschrieben, wie sich selbst traurige Momente durch Liebe, Mut und Zuversicht in etwas Hoffnungsvolles verwandeln können.

Diese Rückmeldungen bedeuten mir sehr viel. Denn sie zeigen mir, dass Offenheit Verbindungen schaffen kann. Selbst zwischen Menschen, die sich vorher noch nie begegnet sind.

Wenn die eigene Geschichte im Leben anderer weiterwirkt

Seit der Buchpremiere sind viele weitere Reaktionen bei mir angekommen. Manche stammen von Menschen, die mich persönlich kennen. Andere von Leserinnen und Lesern, denen ich noch nie begegnet bin.

Eine Nachricht hat mich besonders berührt. Eine Leserin schrieb mir, sie habe sich inzwischen ihren eigenen Tiny-Island-Baum gesucht. So wie meine Lola, mein Seelenbaum.

Hierzu ein kleiner Exkurs: Wo immer ich gelebt habe, war die Natur Heimat für meine tiefsten Freuden und Sorgen. Dort bin ich mit allen Sinnen unterwegs: Ich atme, schaue, rieche und fühle. Diese Zeit mit mir und in der Natur schiebe ich nicht auf später, auf den Moment, an dem ich vermeintlich mehr Zeit haben werde.

Bäume spielen dabei für mich eine besondere Rolle. Manchmal ist plötzlich einer da, der mich beinahe zu rufen scheint. Ich suche ihn nicht aus. Ich weiß einfach: Du gehörst zu mir. So ist über die Zeit eine Familie an Seelenbäumen entstanden. So war es auch mit Lola, meinem Seelenbaum in Speyer.

Als mir die Leserin schrieb, dass sie ihren eigenen Seelenbaum gesucht hatte, wurde mir bewusst: Etwas, das aus meinem Leben entstanden ist, lebt nun im Leben eines anderen Menschen weiter und wird dort zu etwas ganz Eigenem.

Vielleicht beginnt genau dort die eigentliche Reise dieses Buches.

Glückliche Grüße 🩷

Deine Manuela

PS: Diese Geschichte ist Teil meines Buches „Schicksal für immer?“

eine biografische Reise über Annahme, Stärke und Liebe unter besonderen Bedingungen.

Hier findest du mehr Informationen: www.manuelarohr.com/buch 

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